Mit Mitte 30 herrscht oft Frust im Job

Herbert Lattermann

Im Alter zwischen 30 und 40 könnten die meisten Menschen eigentlich in ihrem Beruf erfolgreich und zufrieden sein. Die Ausbildung ist längst abgeschlossen und die Karriere entwickelt sich in der Regel. Man hat schon einige Berufserfahrung gesammelt und verfügt noch über viel Energie.

Aber eine Studie der Uni Groningen zeigt, dass gerade in dieser Zeit bei vielen Menschen der Frust im Job besonders groß ist. Ein Team von Psychologen um Hannes Zacher hat die Angaben von australischen Arbeitnehmern zwischen 17 und 74 Jahren ausgewertet (http://psycnet.apa.org/?&fa=main.doiLanding&doi=10.1037/a0036995) Die Jobzufriedenheit hing direkt mit dem Alter zusammen, und zwar mit einem auffälligen Durchhänger zwischen 30 und 40.

In diesem Lebensalter gründen viele Menschen eine Familie und haben durch die Kinder schlagartig weniger Zeit und mehr Verantwortung. Wenn sich dann die Karriere weiterentwickelt, ist auch das mit mehr Arbeit und Verantwortung verbunden. Die Work-Life-Balance wird wichtiger und gleichzeitig unausgeglichener. Ein kaum lösbares Dilemma, das oft zu Unzufriedenheit führt.

Ab 40 steigen Engagement und Zufriedenheit wieder

Doch ab 40 geht es wieder aufwärts, wie eine weitere Studie vom Sloan Center des Boston College zeigt. Diese Untersuchung mit Teilnehmern aus 11 Ländern bestätigt die Unzufriedenheit in den Dreißiger-Jahren und fügt hinzu, dass Arbeitnehmer zwischen 40 und 49 am engagiertesten sind, und diejenigen über 50 am zufriedensten (http://www.bc.edu/content/bc/research/agingandwork/archive_news/2011/2011-12-01_GOT.html).

Fernuniverstität Hagen

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