Wie Sie mit Brüchen im Lebenslauf am besten umgehen

Herbert Lattermann

Lebensläufe, die nicht der Norm entsprechen, sind für die meisten Personaler heute keine Seltenheit mehr. Ein Bruch im Lebenslauf bedeutet nicht, dass Sie automatisch aussortiert werden. Entscheidend ist, wie Sie damit umgehen.

  • Einstellung ändern. Dieser Schritt sollte vor der Bewerbung stattfinden. Betrachten Sie den Bruch nicht als etwas, das Ihnen die Karriere verbaut. Filtern Sie das Positive heraus. Was haben Sie in dieser schwierigen Zeit gelernt? Für Personaler und Entscheider ist es auch interessant zu sehen, wie Sie mit Niederlagen umgehen.
  • Ehrlich sein. Versuchen Sie nicht die Lücke zu verschleiern (z.B. mit Fortbildungsmaßnahmen, Sabbatical o.ä.). Personaler sind darauf trainiert, so etwas zu erkennen. Wenn es gleich erkannt wird, sind Sie als Kandidat erledigt. Falls Sie aber damit durchkommen und eingestellt werden, kann es im Nachhinein herauskommen, dass Sie in Bezug auf Ihren Lebenslauf gelogen haben. Und das stellt einen Kündigungsgrund dar.
  • Nicht herumreden. Wer im Vorstellungsgespräch auf den Bruch angesprochen wird, sollte nicht vom Thema ablenken. Auch das weckt in einem Personaler den Verdacht, Sie hätten etwas zu verbergen. Überlegen Sie sich lieber eine schlüssige Erklärung, die Sie auch im Anschreiben verwenden sollten, um aktiv auf den Bruch im Lebenslauf einzugehen. Erläutern Sie kurz, wie Sie sich durch die Ereignisse weiterentwickelt haben.
  • Keine langen Erklärungen. Zu sehr sollten Sie allerdings nicht ins Detail gehen. Es ist nicht notwendig oder sogar schädlich, wenn Sie haarklein erzählen, was Sie in dieser schwierigen Zeit durchgemacht haben. Es reicht zu sagen, wie die Lücke zustande gekommen ist. Dann sollten Sie sich auf die positiven Aspekte – z.B. Willenskraft, Disziplin oder Resilienz – konzentrieren, denn sie erweitern Ihre Kompetenzen. Erläutern Sie kurz und bündig, wie Sie die Herausforderung gemeistert haben.
  • Verbindung zum Job herstellen. Nicht immer ist das möglich, aber soweit es möglich ist, sollten Sie erläutern, wie Sie Ihre Erfahrungen aus dieser schwierigen Zeit ins Unternehmen einbringen können. Wie helfen diese Erfahrungen, den ausgeschriebenen Job besser zu meistern?

Quelle: karrierebibel.de

Fernuniverstität Hagen

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