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Erhöhte Entzündungswerte bei Nachtarbeit: BMI als zentraler Einflussfaktor identifiziert

Dauerhafte Nachtarbeit sowie eine hohe Schichtintensität stehen in einem deutlichen Zusammenhang mit erhöhten Werten des hochsensitiven C-reaktiven Proteins (hsCRP) im Blut. Dies deutet auf eine verstärkte subklinische, systemische Entzündungsreaktion bei schichtarbeitenden Beschäftigten hin. Eine aktuelle Studie in der Fachzeitschrift International Archives of Occupational and Environmental Health (Springer Nature) beleuchtet diese biochemischen Zusammenhänge genauer und liefert wichtige Erkenntnisse für den Arbeits- und Gesundheitsschutz.

Ein zentrales Ergebnis der Untersuchung: Die beobachteten Unterschiede in den hsCRP-Konzentrationen ließen sich größtenteils durch den Body-Mass-Index (BMI) der Probanden erklären. Nachtarbeit und ungünstige Schichtmuster führen häufig zu Störungen der zirkadianen Rhythmik, verändertem Schlafverhalten sowie veränderten Essgewohnheiten, was wiederum die Gewichtszunahme begünstigt. Der daraus resultierende höhere BMI wirkt somit als entscheidender Vermittler (Mediator) für die systemischen Entzündungsprozesse.

Für den betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutz ergeben sich daraus klare Handlungsfelder:

  • Gestaltung von Schichtplänen: Arbeitsorganisatorische Anpassungen, die darauf abzielen, die Frequenz und Intensität von aufeinanderfolgenden Nachtschichten zu reduzieren, sind essenziell, um die körperliche Belastung zu minimieren.

  • Ernährung und Lebensstil im Schichtbetrieb: Betriebliche Präventionsangebote sollten gezielt auf die Ernährungsberatung und den Erhalt eines gesunden BMI bei Schichtarbeitenden ausgerichtet werden.

  • Arbeitsmedizinische Vorsorge: Die Erfassung von Entzündungsmarkern und Stoffwechselparametern im Rahmen regelmäßiger Untersuchungen ermöglicht es, risikobehaftete Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und gegenzusteuern.

Quelle: https://www.asu-arbeitsmedizin…



Author: Herbert Lattermann
PW: proris_lattermann#