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Lichtrichtung beeinflusst Aufmerksamkeit und Stimmung

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat die Dissertation “Direction Dependence of Non-Image-Forming Effects – Differences in the Effect of Light from Superior and Inferior Field of View on Measures of Alertness” von Kai Broszio veröffentlicht. Die Arbeit untersucht, wie sich die räumliche Lichtverteilung im Gesichtsfeld auf den Menschen auswirkt.

Wesentliche Forschungsergebnisse

  • Richtungseffekt von Licht: Die räumliche Verteilung von Licht im Gesichtsfeld beeinflusst dessen nichtvisuelle Wirkungen.

  • Oberes vs. unteres Gesichtsfeld: Licht aus dem oberen Gesichtsfeld führte in Versuchen häufiger zu einer verbesserten subjektiven Aufmerksamkeit sowie einer positiveren Stimmung.

  • Tageszeitliche Unterschiede: Diese Effekte zeigten sich besonders deutlich in der Nacht sowie bei biologisch wirksamem Licht; tagsüber fielen die Unterschiede geringer aus.

  • Erfassung der Lichtexposition: Im Rahmen der Arbeit wurden neue Messverfahren entwickelt, um die reale Lichtexposition am Auge präziser zu erfassen und künftige Studien besser vergleichbar zu machen.

Relevanz für die Arbeitsschutzpraxis In der Praxis der Beleuchtungsplanung werden räumliche Lichtverteilungen bezüglich nichtvisueller Wirkungen bisher kaum berücksichtigt. Die gewonnenen Erkenntnisse bieten Fachkräften für Arbeitssicherheit und Planern neue Anhaltspunkte, um gesundheitsfördernde Beleuchtungskonzepte am Arbeitsplatz gezielter zu gestalten.

Die vollständige Dissertation steht auf der Website der BAuA (www.baua.de/publikationen) als PDF-Download zur Verfügung.



Author: Herbert Lattermann
PW: proris_lattermann#